Wenn Jesus dankt

Von Russ Ramsey

Fühlst du dich jemals allein? Übersehen? Von Gott vergessen? Die heutigen Schriftlesungen sind eine Gewissheit, dass Sie es nicht sind.

In Matthäus 15 dankt Jesus für das Brot, das er vermehren wird, um die hungrigen Massen zu ernähren. In Lukas 10 dankt er Gott, dass die Geheimnisse des Reiches Gottes den Gelehrten verborgen sind und stattdessen seinen Jüngern offenbart werden. In Johannes 11, kurz bevor Jesus Lazarus von den Toten auferweckt, dankt er Gott dafür, dass er ihn gehört hat, und sagt, dass er laut betet, damit die Versammelten glauben, dass er und der Vater eins sind. Schließlich kommen wir in Lukas 22 zur Institution des Abendmahls, wo Jesus Gott für das Brot und den Kelch dankt, die seinen Leib und sein Blut darstellen.

Was haben diese Passagen gemeinsam? Wofür dankt Jesus Gott in jedem von ihnen? Mit einem Wort, Kommunion. Jesus dankt für die Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen. Wenn Jesus dankt, dankt er Gott dafür, dass er seinem Volk nahe ist — dafür, dass er nicht nur gegenwärtig ist, sondern auf rettende, nährende und erleuchtende Weise tätig ist. Essen für die Hungrigen. Wahrheit für den Schüler. Heilung für Tote und Sterbende. Der Leib und das Blut Christi für die Sünder. Jesus dankt Gott für seine Nähe.

Die schöne Ironie hier ist, dass Jesus letztendlich dem Vater für seine eigene Menschwerdung dankt. Er würde die Hungrigen ernähren, Seine Kinder in die Nähe ziehen, die Toten auferwecken und uns von unserer Sünde befreien. Er würde bei uns sein. Er würde sich bekannt machen. Dafür dankte Jesus seinem Vater. Wenn es das ist, wofür Jesus dankt, warum sollten wir uns vorstellen, dass er fern ist?

Denke darüber nach, du, der du dich allein in der Welt fühlst. Ihr, die ihr euch übersehen, vergessen und beiseite geworfen fühlt – denkt daran, dass der Sohn Gottes, als er dem Vater dankte, für die Gelegenheit war, sich uns zu nähern und auf unsere tiefsten Bedürfnisse einzugehen. Der menschgewordene Sohn Gottes ist das größte Geschenk, das uns je gegeben wurde, und Jesus selbst dankt Gott für dieses Geschenk. „Er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der euch gegeben ist“ (Lk 22,19).

Du wirst von Gott nicht vergessen oder übersehen. Du bist ein Objekt seiner Zuneigung. Als Jesus Gott dankte, war es, weil er sich uns genähert hatte. Sei guten Mutes. Du bist geliebt.

Geschrieben von Russ Ramsey

Verbringen Sie 2022 in Gottes Wort

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